Warum stockt es schon so lange auf dem Georg-Stock-Platz?

Der Georg-Stock-Platz ist das Zentrum des alten Wehlheider Ortskerns. Gleichzeitig ist der Platz ein ungenutztes Juwel. Wir wollen einen Georg-Stock-Platz, der allen nutzt:

  • Teilbebauung der Nordseite – jetzt!
  • Bezahlbares Wohnen – Sozialwohnungsquote umsetzen
  • Jugendräume Wehlheiden – neues Zuhause statt Platznot
  • Keine Privatisierung – Erbbaurecht nutzen
  • Veranstaltungsort weiterentwickeln – Kirmes erhalten
  • Klima- und Hitzeschutz - urbanes Zentrum mit viel Grünfläche

2021/2022 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt. Der Siegerentwurf harrt weiterhin seiner Umsetzung.

Neue Heimat für die Jugendräume Wehlheiden?

Zurzeit sind die Jugendräume Wehlheiden im Kellergeschoss der Wilhelm-Lückert-Schule untergebracht, obwohl die dortigen räumlichen und baulichen Rahmenbedingungen der vorgesehenen Nutzung nicht gerecht werden.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage und Kapazitätsauslastung der ausführenden Ämter will die Stadt vom Bau des Solitärgebäudes für die Jugendräume Wehlheiden absehen.

Nach 40 Mio. Euro für das Wintershall-Gebäude, 21 Mio. Euro für die ehemalige Sparkasse in der Wolfsschlucht, 20 Mio. Euro für die Weiterentwicklung des Sportcampus Süd und 2,8 Mio. Euro für das Kakteenschauhaus wird jetzt an der Jugend gespart.

Die Geschichte der Jugendräume reicht ins Jahr 1975 zurück: Im Keller der Droste-Schule (damals neben der Luisenschule) öffneten nach der Besetzung eines Hauses durch Jugendliche 1975 die „Wehlheider Jugendräume" und konnten bis heute erfolgreich gegen alle Schließungsmaßnahmen verteidigt werden.

Chronologie

Seit über 80 Jahren ist der Platz eine Brachfläche ohne räumliche Fassung. Noch vor dem Krieg hatte der Stockplatz eine wichtige Gemein- und Nahversorgungsfunktion mit Gemeindehaus und Geschäften.

  • 1943 Kriegszerstörung der dichten Bebauung, die Ankergasse verschwindet
  • 1949 wird die Große Wehlheider Kirmes begründet und der Stockplatz zum Zentrum
  • 2014 Sperrung wegen Bombenverdacht
  • 2017 Bürgerbeteiligung zur Platzgestaltung
  • 2018 Zweite und dritte Bombensuche – wieder kein Fund
  • 2019 Die Stadt Kassel kauft das Haus Schönfelder Str. 26 und lässt es abreißen. Damit ist die Ostseite unbebaut
  • 2021/22 wird ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt. Der Siegerentwurf überzeugt durch ein Solitärgebäude für das gewünschte Jugendzentrum
  • 2022 Stadtbaurat Nolda (Grüne) kündigt in der HNA den Baubeginn für 2024 an
  • 2024 kündigt die Stadt Kassel den rechtskräftigen Bebauungsplan für 2025
  • 2025 Archäologen suchen eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert – vergeblich
  • 2026 12 Jahre grüner Stillstand: Frau Bürgermeisterin, Frau Stadtklimarätin handeln Sie jetzt!